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HYPERBULIE

Video, 7 Min., s/w
(Transfer auf DVD 2003)
Dokumentation der gleichnamigen Körperaktion im Studio VALIE EXPORT, Wien 1973
Kamera: Hermann Hendrich, Schnitt: VALIE EXPORT
Performerin: VALIE EXPORT
1973

ASEMIE – die Unfähigkeit sich durch Mienenspiel ausdrücken zu können

16 mm und Super8 Filme, 10 Min., s/w, ohne Ton
Expanded Cinema, Filmaktion, Raum-Film, Filminstallation, Spatialfilm
2 Super8-Kameras: VALIE EXPORT, 16 mm-Kamera: Hermann Hendrich
Schnitt, Montage: VALIE EXPORT
Performerin: VALIE EXPORT
festival of independent avant-garde film, National Film Theatre, London, 1973
1973

Body Politics

Video, 3 Min., s/w, ohne Ton
(Transfer auf DVD 2003)
Phase 1 und 2: GEGENEINANDER, Phase 3 und 4: MITEINANDER, Phase 5: EINANDER.
Kamera: Peter Weibel, Schnitt: VALIE EXPORT
Performerin: VALIE EXPORT; Darsteller: Hermann Hendrich
„Oberösterreichische Avantgarde. Malerei, Graphik, Plastik, Objektkunst, Aktionen." Wolfgang Gurlitt Museum, Linz 1975

Die Wege der zwischengeschlechtlichen Kommunikation sind in unserer Gesellschaft vorgezeichnet. Die Politik des Verhaltens, wie sie unsere Gesellschaft Mann und Frau auferlegt, kann körperlich demonstriert werden.
Die Rolltreppe, die aus einer abwärts laufenden Bahn besteht, zeigt in fünf Phasen die bestehenden Kommunikationssysteme. Mann und Frau sind miteinander durch ein Seil verbunden, das sie um den Leib haben. (Szely, Sylvia (2007), EXPORT LEXIKON, 1. Aufl., Wien.)
1974

Wann ist der Mensch eine Frau? (verschollen)

Video, 15 Min., s/w
Kamera: VALIE EXPORT
documenta 6, Kassel 1977
Das  Statement von Helke Sander Wann ist der Mensch eine Frau? wurde für den Spielfilm Unsichtbare Gegner 1979 produziert

an die zeitungen ergehen aussendungen mit der bitte, frauen sollen sich zur verfügung stellen und einschneidende erlebnisse erzählen, wo sie sich als frauen gefühlt und erlebt haben. [...]
wichtig ist jedenfalls an diesen erlebnissen, egal ob sie positiv, glücklich, stolz oder negativ, demütigend, distanzierend waren, der aspekt, dass die situation durch die geschlechtliche differenz, durch die identität als frau bestimmt worden ist. auf diese weise könnte das utopische gegenstück, zu jedermanns autobiografie: jederfraus autobiografie zustande kommen, eine genaue kenzeichnung der in unserer gesellschaft existierenden merkmale des begriffs frau! (Szely, Sylvia (2007), EXPORT LEXIKON, 1. Aufl., Wien.)
1976

Reichsbrücke

Video, 10 min., s/w
Dokumentation
Kamera: VALIE EXPORT

Zur Zeit der Dreharbeiten zu UNSICHTBARE GEGNER stürtzt die Wiener Reichsbrücke ein. VALIE EXPORT hört die Nachricht, fährt hin und filmt ... (Anm. d. Hg.) (Szely, Sylvia (2007), EXPORT LEXIKON, 1. Aufl., Wien.)
1976

Körperkonfigurationen = Stille Sprache = Stilles Sprechen (verschollen)

Video, 10 Min., s/w
= Teil des Videos „Wann ist der Mensch eine Frau?"
Körperüberblendungen, Zyklus mit historischen Rekonstruktionen, Körperstellungen, Nachstellungen
Kamera: Hermann Hendrich, Schnitt: VALIE EXPORT
documenta 6, Kassel 1977


Dieses Tape ist ein Teil des Videotapes "Wann ist der Mensch eine Frau?"
Es zeigt weibliche Körperhaltungen, überblendet mit historischen Abbildungen weiblicher Figuren wie Madonnendarstellungen, Heiligendarstellungen, biblische Figuren. Der in Körperhaltungen manifestierte Ausdruck in seiner historischen Ausprägung wird untersucht. In den Gemälden der Vergangenheithat sich unbemerkt ein Archiv der Körperhaltungen niedergeschlagen, die für die Untersuchung der Gefühlszustände und -mythologien ihrer Zeit von großem Ausdrucks- und Informationswert sind. (Szely, Sylvia (2007), EXPORT LEXIKON, 1. Aufl., Wien.)
1972 - 1976

HOMO METER II

Video, 20 Min., s/w
Dokumentation der gleichnamigen Aktion in der Mariahilferstrasse, Wien 1976
Body-Action, Straßenaktion
Kamera: Peter Weibel (ungeschnitten)
PerformerInnen: VALIE EXPORT mit Monika Hubmann, Karl Zuckriegl
1976

DELTA. Ein Stück

Video, 18 Min., s/w
Dokumentation der gleichnamigen Persona- Performance im Rahmen des Internationalen Kölner Kunstmarktes 1977
Kamera: Mike Steiner
Performerin: VALIE EXPORT
Produktion: Intermedia Art Team Studiogalerie/ Berlin (Mike Steiner)
1976 - 1977

sym/mys

Video, 11 Min., s/w
Dokumentation der gleichnamigen Performance im Badischen Kunstverein, Karlsruhe 1978
PerformerInnen: VALIE EXPORT, Peter Weibel
mit Peter Weibel


1978

Gedichte 1966/1980

Video, 8 Min., s/w
Performerin: VALIE EXPORT
(Erstaufführung nicht recherchierbar)
1966 / 1980

Oswald Wiener „Tischbemerkungen November 1985". Ein Portrait von VALIE EXPORT 1985

Video, 45 Min., Farbe
Ein Film von VALIE EXPORT
16mm-Kamera: Peter Roehsler, Moritz Gieselmann; Videokamera: VALIE EXPORT; Super8-Kamera: Ingrid Wiener, Oswald Wiener; Schnitt: Ewa Fichtel; MAZ-Schnitt: Karl Königsberger; Ton: Gerhardt Ordnung, Rudolf Fink, Ingrid Wiener, Peter Schwaba;
Produktion: mungo-film, im Auftrag des ORF/ Wien, Kunststücke, Redaktion: Wolfgang Ainberger, Wolfgang Lorenz
Kino Premiere: Internationale Filmfestspiele Berlin, Panorama, 1986
Erstausstrahlung/ ORF am 20.12.1985


1985

Das Bewaffnete Auge. VALIE EXPORT im Dialog mit der Filmavantgarde.

Video, 135 (3 x 45) Min., Farbe
dreiteilige Fernsehserie über den internationalen Avantgarde- und experimentellen Film: 1. Teil: Inszenierter Raum - Inszenierte Zeit, 2. Teil: Reale Bewegung - bewegliche Realität, 3. Teil: Struktureller Film
Drehbuch, Konzept und Präsentation: VALIE EXPORT; Regie und Gestaltung: Zoltan Pataky; Kamera: Walter Hendl, Johann Weninger, Hans Georg Havlik; Bildschnitt: Rudolf Pfabigan; Ton: Johann Riedl; MAZ Technik: Hannes Wusta, Heinz Lahner; Maske: Lucia Laskaris; Bauten: Adolf Smalix; Produktionsleitung: Ewald Hontsch; Produktion: ORF/ Kunststücke, Redaktion: Wolfgang Ainberger, Wolfgang Lorenz
Erstausstrahlung/ ORF
Teil 1 am 14.11.1984
Teil 2 am 21.11.1984
Teil 3 am 28.11.1984

1984

Die Zweiheit der Natur

Video, 2 Min., Farbe
Mitarbeit: Fritz Prašek, Tänzerin: Brigitte Walk; Musik: Gerhard Reiter; Produktion: VALIE EXPORT Filmproduktion/ Wien, im Auftrag des ORF/ Wien und der ars electronica, Linz 1986
1986

Yukon Quest

Dokumentarisches Video, 58 Min., Farbe
Buch und Regie: VALIE EXPORT, Ingrid Wiener, Oswald Wiener, Elisabeth Förster-Staffleuer;
Kommentare und Text: Ingrid Wiener, Oswald Wiener, VALIE EXPORT;
Kamera: VALIE EXPORT, Volkmar Voitl ;
Ton: das Team, Purzl Klingohr, Karl Königsberger, Johannes Neubauer, Ewald Riedelmayer;
Schnitt: Elisabeth Förster-Staffleuer;
Produktion: Interspot, im Auftrag des ORF/ Wien, Kunststücke, Redaktion: Wolfgang Lorenz, Wolfgang Ainberger (Kanada/Österreich)
Uraufführung: Internationale Filmfestspiele Berlin, Panorama, 1987
Erstausstrahlung/ ORF am 1.8.1986

1986

YES-NO. Persona

Video, Loop (2 Min./ 30 Min.), Farbe (Edition, 20 Stück) Kamera: Gerhard Riml, Schnitt: VALIE EXPORT Darstellerin: Susanne Widl Produktion: VALIE EXPORT Filmproduktion/ Wien Videolounge des Art Museum, University of Milwaukee/ WI, 1988
1988

News from Home 18.8.88. Video mit Elfriede Jelinek

Video, 30 Min., Farbe (Transfer auf DVD 2006) Regie: VALIE EXPORT; Bild: Peter Roehsler; Schnitt, Ton: Hannes Deinböck Produktion: ORF/ Wien, für den steirischen herbst 1988
1988

Julian Schutting. Interview

Video, Ton, 54 Min. (ungeschnitten), Farbe geführt von Margarete Lamb-Faffelberger, Kamera: VALIE EXPORT [abgedruckt als "Ein Gespräch mit Julian Schutting". In: Literaturkritik und Erzählerische Praxis. Deutschsprachige Erzähler der Gegenwart. Hgg. von Herbert Herzmann. Tübingen 1995, 153-160.]
1990

Kehle = The Crying Cry

Video, Loop (2 Min./ 30 Min.), Farbe (Edition 1992, 20 Stück) Laryngoskopische Aufnahmen Schnitt: VALIE EXPORT Performerin: VALIE EXPORT Produktion: VALIE EXPORT Filmproduktion, Wien „Ankunft", Kunst-Werke Berlin e.V., Berlin 1992
1968 / 1992

Elfriede Jelinek Interview

Video, Ton, 45 Min., Farbe geführt von Margarete Lamb-Faffelberger, Kamera: VALIE EXPORT [abgedruckt in: Margarete Lamb-Faffelberger: VALIE EXPORT und Elfriede Jelinek im Spiegel der Presse. Zur Rezeption der Feministischen Avantgarde Österreichs. Austrian Culture Series. Vol.7., New York 1992.]
1992

„The voice as performance, act and body“, Video

11'33'', Video der Performance, Video auf DVD (2007) Text, Performerin VALIE EXPORT deutsch mit Englischen Untertitel Kamera: Natali Multimedia, Florenz Kamera Laryngoskop: Erhard Suess Teil der Medieninstallation The Pain of Utopia. Der Schmerz der Utopie 52nd International Art Exhibition, La Biennale di Venezia, Venedig 2007

2007

Anagrammatische Komposition mit Würfelspiel (nach W.A. Mozart, Klavier) für Sopransaxophon von VALIE EXPORT, Video

Video, Farbe, Ton, 5'48'' Anagrammatische Komposition mit Würfelspiel: Konzept/Performerin/Montage: VALIE EXPORT Bearbeitung und Einspielung Sopransaxophon: Gerald Preinfalk Ton-Aufnahmeleitung: David Blabensteiner Kamera/Set/Montage: Xaver Challupner Produktion: VALIE EXPORT Filmproduktion Wien Uraufführung: Theater an der Wien, 2010
2010

Die un -endliche/ - ähnliche Melodie der Stränge

50teilige Installation Videoinstallation, 5 Min., Farbe (Transfer auf DVD 2003) 25 Monitore 16mm-Kamera: Xaver Challupner, Ton: Ingeburg Hausmann, Schnitt: VALIE EXPORT mit 3 Monitoren erstmals bei „Trans: Territorien oder die Häuser der Schildkröten", Residenzgalerie, Salzburg 1998 mit 25 Monitoren erstmals bei "Ob/De+Con(Struction)", Goldy Paleyy Gallery, The Galleries at Moore, Moore College of Art and Design, Philadelphia/ Pennsylvania 2000
seit 2006 permanente Installation im Museum Arbeitswelt Steyr working_world.net - Arbeiten und Leben in der Globalisierung
1998

Das Unsagbare Sagen

Videoessay, 45 Min., Farbe Dokumentation über ungewöhnliche Sprachverwendungen Regie und Gestaltung: VALIE EXPORT, Ingrid Wiener, Oswald Wiener; Buch: Oswald Wiener; Kamera: VALIE EXPORT, Ingrid Wiener, Robert Pammer, Bernhard Wallentin, Armin Paar, Peter Kogler; Schnitt: Kurt Studeny; Ton: Oswald Wiener; Produktion: Robert Melzer, Produktion: P.R.E.-TV im Auftrag des ORF/ Kunststücke, Redaktion: Heinrich Mis Erstausstrahlung/ ORF am 4.12.1992
Dokumentation über ungewöhnliche Sprachverwendungen
mit Ingrid und Oswald Wiener
1992

Aura - walking feets

Video - Film - Installation, 1990/1997
Installationsangaben:
Ein Projektor wirft einen Film gehender Füße auf 6 Windschutzscheiben in Folge, die auf dem Boden stehen.
1. Version (Split Reality 1997, MMK Wien): mit Super 8 mm Film-Projektion.
2. Version (2000, Paley Gallery Philadelphia): mit Video Projektion. Abbildungen:
1) VALIE EXPORRT. Split Reality, MMK Wien
2) VALIE EXPORT. Zeit und Gegenzeit, Museion, Bozen
1990

Aktionskunst International. Dokumente zum Internationalen Aktionismus

Dokumentation Video, 73 Min., Farbe Buch und Regie: VALIE EXPORT; Interviewpartner: Vito Acconci (USA), Jean Baudillard (F), Karen Finley (USA), Dick Higgens (USA), Allan Kaprow (USA), Otto Muehl (P/A), Jorgen Nash (o.O.), Gina Pane (F), Mark Pauline / Survival Research Laboratories (USA), Gerhard Rühm (A/D), Carolee Schneeman (USA), Jens Jørgen Thorsen (o.O.), Wolf Vostell (D); Kamera: Michael Anderson (USA), Bert van Munster (USA), Joe Friedman (USA), Kurt Oblak (Spanien), Peter Röhsler (Wien), Walter Köhler (Wien), Erwin Mayer (Stuttgart), Sepp Thoma (Paris); Assistenz: Andreas Puff-Trojan; Filmschnitt: Ewa Märk-Fichtel, Renate Brandner; MAZ Technik: Michael Hudecek; Ton: Herbert Krill, Vinzens Lenski; Korrespondent/ USA: Herbert Krill; Produktion: Mungo-Film GmbH, im Auftrag des ORF/ Kunststücke, Redaktion: Wolfgang Ainberger Erstausstrahlung/ ORF am 31.3.1989
1989

Stimmen aus dem Innenraum

Medienoper, intermediale Performance Intermediales Bühnenstück Idee, Konzept: VALIE EXPORT; Mediale Gestaltung: VALIE EXPORT, Peter Weibel; Gestaltung/ Unica Zürn: VALIE EXPORT; Text: Peter Weibel; Musik: Patricia Jünger; Bühne: Perdita Chan; Kamera: Gerhard Riml; Videoschnitt und Effekte: Muki Pakesch; Videoton: Karl Kowanz; Kostüme: Perdita Chan, Susanne Widl; Darstellerin: Susanne Widl ars electronica, Linz 1988
1988

Concrete Computer DisPlay

Raum-Text-Installation, Videoinstallation, Wandinstallation, 1988/1990 variable Länge, s/w, „Im Lichte des Monitors", Kunstverein Horn 1990
„Die Wandinstallation „Concrete Computer DisPlay“ ist als eine „Computer-Skizze“ (mediale Skizze) für eine große, computer gesteuerte interaktive Raum-Text-Installation gedacht. Der „Sprach-Text-Raum“ umfasst alle Flächen eines Raumes, ist begehbar, und besteht aus verschieden großen Monitoren, die wie die Zeichnung eines Kreuzworträtsels angeordnet sind. Für jeden Buchstaben der Wörter / Texte wird ein Monitor benützt. Der Partizipient kann mit Hilfe verschiedener Computerprogramme u.a. auch Kreuzworträtsel herstellen, lösen. Es werden aber auch Programme zugängig sein, die nach Eingabe eines Wortes durch den Partizipienten alle möglichen Ver-Formungen, Verwandschaften des Wortes als neue Wörter, Texte auf die Monitore bringen - Permutation, Variante, Kombination - aber auch phonetisch verwandte Wörter / Texte aus anderen Sprachen, Wortspiele in verschiedenen Sprachen. Ebenfalls werden Programme arbeiten, die Ähnlichkeiten und Unterschiede des / der eingegebenen Wortes / Wörter analysieren und daraus Anagramme herstellen (Mediale Anagramme).

Die Programme reagieren aber auch auf die menschliche Stimme, aus der sie ebenfalls Eigen-Sinn und Verwandtschaft visuell zusammenstellen, und - die Monitor-Wände können auch sprechen. Es werden somit Text/Wort-Räume geschaffen, die den aktiven Besucher umgeben und einen interaktiven Umgang mit den Texten und der Technik schaffen: der Computer reagiert durch Analyse und Programm auf die Eingaben des Partizipienten, der Partizipient reagiert aber auch wieder auf das sichtbare Resultat der Programme, so entsteht eine fortwährende Interaktion und Inter - Kommunikation zwischen Mensch und Maschine und Maschine und Mensch auf der Ebene des Wortes, des Textes, der Sprache. Eine Mensch - Maschinen - Sprache, ein Text - Körper, entsteht. Das Ziel dieses Projektes wäre ein 5-stöckiges Haus mit -zig gefüllten Sprach-Computerräumen, in denen unablässig in unbestimmter Folge Texte produziert werden, Sinn-volle und Sinn-neue.“ (V.E., in: Im Licht des Monitors 1990)
1988 / 1990

Ein perfektes Paar oder die Unzucht wechselt ihre Haut

Video, 12 Min., Farbe
(Transfer auf DVD 2003)
Teil des Episodenfilms „Sieben Frauen - Sieben Sünden / Seven Women - Seven Sins" (weitere Episoden von Chantal Akerman, Maxi Cohen, Laurence Gavron, Bette Gordon, Ulrike Ottinger und Helke Sander)
Regie & Buch: VALIE EXPORT; Kamera: Edgar Osterberger; Schnitt: Ewa Fichtel-Märk; Ton: Heinz Ebner; Grafik: Fritz Prašek; Kostüme: Perdita Chan, Ursula Pürrer, Angela Hans Scheirl; Philosopheme: Peter Weibel;
DarstellerInnen: Susanne Widl, Alfred Neugebauer, Elfriede Jelinek, Silvia Eiblmayr, Herwig Kempinger, Peter Weibel, Werner Schimanowich u.a.;
Produktion: VALIE EXPORT Filmproduktion/ Wien, im Auftrag des ZDF/ Das kleine Fernsehspiel, Redaktion: Brigitte Kramer
Ein Film von VALIE EXPORT
Erstausstrahlung/ ZDF am 27.1.1987
1986

Die Praxis des Lebens oder „tatood tears“

Bleidreieck, Altöl, Fotos von Stromtoten, 3 Videomonitore verbunden durch stromführende Drähte, Videobänder (Ausschnitte: Hyperbulie, Nashorn, Menschenfrauen)
Frank Wagner: Zur Ausstellung
(Maschinenhaus, Kiel. Ohnmacht. Zur Einhundertjahrfeier der Muthesius-Kunsthochschule, 17.05.2007 – 09.06.2007)
(...) So war im Hauptsaal die großartige Installation der weltbekannten österreichischen Medienkünstlerin VALIE EXPORT aus dem Jahr 1983 zu sehen, die sich mit Elektrizität als Metapher von Macht und Kontrolle bis hin zum Verlust des Lebens auseinandersetzt. Ständig fasst eine Frau ENTSCHIEDEN – aus Verzweiflung, weil sie die Verhältnisse nicht erträgt – in die Oberleitungen eines Hochspannungsmastes. Die Künstlerin nennt diese Arbeit in voller Härte „Die Praxis des Lebens oder „Tatood Tears“.
Es handelt sich bei dieser Installation um ein Tableau der starken Bilder. Sie besteht aus zwei Monitoren, die links und rechts an einem Ende einer dreieckigen Stahlwanne aufgestellt sind. Die Wanne ist mit Altöl gefüllt, auf der Flüssigkeitsoberfläche und über die Begrenzungen der Wanne hinaus sind Fotovergrößerungen von Personen, die durch Stromschläge ums Leben gekommen sind, verteilt. Das Material recherchierte die Künstlerin im Elektropathologischen Museum in Wien. Der eine Monitor zeigt eine knapp geschnittene Sequenz einer Traum- oder Selbstmordszene. Eine Frau greift immer wieder mit beiden Händen an eine Starkstromleitung. Die Künstlerin integriert Szenen aus ihrem 1979 entstandenen Film „Menschenfrauen“, in dem eine der vier weiblichen Hauptdarstellerinnen auf einen Hochspannungsmast steigt, um sich das Leben zu nehmen. Auf einem anderen Monitor sieht man die Profilaufnahme eines Nashornkopfes, der fast unbewegt den Betrachter anschaut und nur ab und zu reflexartig das Auge schließt. Es ist die Kreatur, die das Treiben des Menschen nicht versteht, ihm unverwandt gegenüber steht.
Der Strom, die Elektrizität war für VALIE EXPORT immer Material und Energie, ja Metapher für eine Macht, die sie in ihrer künstlerischen Praxis häufig eingesetzt hat. Der Strom ist immaterieller Teil der Materie, eine Energieform, die einerseits als Metapher für technischen Fortschritt und als strukturierende Kraft unseres Lebens gelten kann, andererseits ein Bild für strukturelle Gewalt ist. Die Berührung mit Todesfolge kann so in „Tatood Tears“ als direkter Effekt gesellschaftlicher Machtmechanismen gelesen werden, an denen das Individuum letztendlich zu Grunde gehen kann. VALIE EXPORT bringt selbst die „Tatood Tears“ – die Verbrennungen – in Verbindung mit dem „Wärmetod“. Der gesellschaftlich vermittelte Zwang, unausgesprochene und unaussprechliche Gefühle zu unterdrücken, übersetzt VALIE EXPORT in das metaphorische Bild der Hochspannung, das durch Verschränkung von Leben, Leiden, Schmerz und Leidenschaft im Tableau assoziiert wird.
(Zitat aus: Frank Wagner: Zur Ausstellung, in: Petra Maria Meyer (Hrsg.): Gegenbilder. Zu abweichenden Strategien der Kriegsdarstellung, Wilhelm Fink Verlag, 2009, S. 500f.)
1983

I (beat (it)) II

Installation, Video-Installation
3 Monitore, Videobänder, Foto einer Frau (VALIE EXPORT) mit Bleibändern um Hand- und Fußgelenke, Bleibänder, Altöl
1980

Adjungierte Dislokationen III

Videoskulptur, Video Installation, 1978/1996 variable Länge, s/w, ohne Ton Closed Circuit Installation 2 Videokameras auf Drehscheiben, 3 Wände mit schwarzen und weißen Streifen (waagrecht, diagonal, senkrecht), 24 Monitore „Split Reality: VALIE EXPORT", Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, 20er Haus, Wien 1997
Installation mit rotierenden Video-Kameras montiert auf einer Deckenkonstruktion, Seitenwände mit vertikalen, diagonalen, horizontalen schwarz/weiß Streifen, angelehnt an den Aufbau von 1978, aber ohne Toninstallation.
1978 / 1996

Inversion-Kreis-Linie

Video Mobile, Video Plastik
Video: Endlosschleife durch 4 offene Videorekorder durchgezogen (führt zu zeitverzögerter Bildübertragung). 1. Monitor: Realzeit, 2., 3. und 4. Monitor: verzögert.
1975

Split Video Mobile

Videoinstallation, variable Länge, s/w Videoplastik, Video Skulptur, Closed Circuit Installation, Closed Circuit Performance „VALIE EXPORT: Serien", Atelier Augarten, Wien 2004
1975 / 2004

IMPLEMENTATION

Video Interaktion
Videoinstallation, variable Länge, s/w
Video-Interaktion, Closed Circuit Installation, Closed Circuit Performance
Realzeit, Weiße Leinwand, Videoprojektor, Vogel, Monitor
„Oberösterreichische Avantgarde. Malerei, Graphik, Plastik, Objektkunst, Aktionen." Wolfgang Gurlitt Museum, Linz 1975


„Aktion: Der Vogel wird mit einer Schnur (ca. 1 1/2 m, abhängig von der LW-Größe) im Mittelpunkt der mit Leerkader bestrahlten LW befestigt. (von LW ist eine Stange, -der Vogel kann sich ausruhen).
Vor dem Monitor wird mit Schnüren (Klebestreifen) ein Planquadrat angebracht,

das ca. der LW durch die Aufnahme bedingt, entspricht.
Mit der Kamera wird jetzt Sektor für Sektor die Leinwand abgenommen, der Vogel fliegt, und ist - von Zeit zu Zeit - am Monitor zu sehen.“
(Konzepttext, Archiv V.E.)
1974

Raumsehen und Raumhören

Video, Originallänge/ linearer Schnitt 18:43 Min.; 2. Schnitt (1980er) 6:19 Min., s/w, Stereoton
(Transfer auf DVD 2003)
Kamera: Wink van Kempen, Henk Elenga und Frederic Kappelhof (Lijnbaan Centrum, Rotterdam), Schnitt: VALIE EXPORT


wie die ausdrücke 'hörraum', 'sehraum', 'gesichtsraum', 'raumklänge', 'klangraum', 'klangvolumen' etc. zeigen, ist musik auf ursprüngliche weise mit raum gekoppelt. das vorliegende tape versucht eine elementare demonstration dieses areals der ton- und körperbewegungen im raum zu geben.
als klangmaterial wurden synthetische töne genommen, sowohl die möglichen raumpositionen wie die möglichen töne wurden stark reduziert.ausgangsmaterial ist ein einzelner, der vier ersten obertöne des grundklangs besonders deutlich hörbar. (christian michelis) (Szely, Sylvia (2007), EXPORT LEXIKON, 1. Aufl., Wien.)
1973 / 1974

ZEIT und GEGENZEIT

Videoinstallation, variable Länge, s/w
Video-Skulptur
Monitor, Videoaufzeichnung, Behälter mit Eis
Kamera: VALIE EXPORT
steirischer herbst, Graz 1973
1973

Adjungierte Dislokationen II

Video-Performance
Raum-Ton-Installation, 1 Videokamera dorsal, 1 Videokamera frontal, 8 Monitore, 4 Tonbänder, 4 Lautsprecher, 3 Stellwände, Lichtschranke, durchsichtige, plastische Raumspirale
Closed Circuit Installation, Closed Circuit Performance im Rahmen von „Pro Musica Nova", Bremen 1978
Performerin: VALIE EXPORT
Adjungierte Dislokationen II
Video, 22 Min., s/w
Dokumentation der gleichnamigen Video- Performance
Aufzeichnung: Joseph Somogyi/ Radio Bremen, Schnitt: VALIE EXPORT

„Dislokation: räumliche Verteilung, Lageveränderung; adjungiert: Beifügung, Zuerkennung, von dem was auseinander gilt. Das verhalten des Menschen im Raum und zum Raum, sowohl als auch die Artikulation von Raumbeziehungen zwischen Subjekt - Objekt - Umgebung.“ (Text aus Kat. Trans-Territorien, Salzburg 1998)
Erstaufführung der Video Performance:
pro musica nova, 1978 (4.- 10. Mai 1978)
1973 / 1978
1973

Hauchtext: Liebesgedicht (1970)

Video-Poem, 2 Min., s/w
(Transfer auf DVD 2003)
Performerin: VALIE EXPORT
9. biennale de paris. Musée d'Art moderne de la Ville de Paris; Musée National d'Art moderne/ Musée Galliera, Paris 1975

1973

Schnitte / Elemente der Anschauung

Video, 17 Min., s/w
A: Imaginäre Linie, B: Serielle Montage, C: Verkehrung von Innen nach Außen, D: Ein Gegenstand und sein lautlicher Korpus
Kamera: VALIE EXPORT
9. biennale de paris. Musée d'Art moderne de la Ville de Paris; Musée National d'Art moderne/ Musée Galliera, Paris 1975


sich periodisch wiederholender ton der in einem synthesizer erzeugt wurde, es sollte nicht die illusion einer sich im raum bewegenden schallquelle erzeugt werden, vielmehr bewegt sich der ton in einem imaginären bezugsfeld - nach folgendem schema:
optisch: NAH - akkustisch: LAUT und SCHNELLE TONREPETITION
optisch: FERN - akkustisch: LEISE und  LANGSAME TONREPETITION dem seitenwechsel LINKS/RECHTS entspricht eine leichte klangfarbenänderung, bei bildteilung hört man gleichzeitig zwei tonrepetitionen. im zweiten teil des tapes werden die vier verschiedenen stufen der scheinbaren distanz vom betrachter zum abgebildeten objekt aus psychologischen gründen nicht durch lautstärkenunterschiede deutlich gemacht. vielmehr wird durch die filterung jeweils einer (Szely, Sylvia (2007), EXPORT LEXIKON, 1. Aufl., Wien.)
1971 - 1974

FACING A FAMILY

expanded movie, Video, TV - Aktion, Imaginäre Leinwand
1971

BODY TAPE

1: Touching - mit Händen auf Glas
2: Boxing
3: Feeling - Gesicht auf Glas
4: Hearing - Ohr auf Glas
5: Tasting - Zunge auf Glas
6: Pushing - mit Kopf auf Glasplatte schlagend
7: Walking - Füße auf Glas gehend
1970

Split Reality

„1967 projekt einer demonstration: eine schallplatte wird, für das publikum unhörbar, gespielt. ich höre sie ab mit kopfhörern und singe dem publikum vor. (strangers in the night, sinatra). reproduktion der reproduktion qua unmittelbarkeit.“ „valie ist auf dem tv-schirm des video monitors (nur ihr kopf). sie trägt kopfhörer und singt das lied, das sie darin hört (strangers in the night). ihr gesang ist zu hören. vor dem monitor steht ein plattenspieler, auf dem die platte „strangers in the night“ läuft, ihr ton ist nicht zu hören.

realisiert in London, Sept. 1970. new arts lab, 1. int. Underground Film Festival. während der Vorführung Apparatur zusammengebrochen.“ (V.E., Archiv) „Vor einem Video-Set wird eine Schallplatte mittels Plattenspieler gespielt. Der Ton ist abgedreht, die Platte unhörbar. Im Monitor ist zu sehen, wie ich diese mit Kopfhörer abhöre und synchron zur Platte singe". Arts lab 1970 (V.E., Archiv)
1970

AUTOHYPNOSE

Video Aktion, Video Installation
„Durch Abschreiten eines bestimmten Codes, dargestellt durch ein Zeichen- und Wortsystem am Boden wird durch ein Signal der Videorecorder eingeschaltet, der durch eine Videobandschleife ein Tonbild erzeugt: Es zeigt eine dem Betrachter zujubelnde Menschenmenge.“ „Die sozialtherapeutische Dimension von Videosystemen, die technologisch gesprochen im feedback (Rückkoppelung) beruht, psychologisch angewendet in der beobachtung des eigenen Verhaltens,

kommt hier in der Darstellung lernpsychologischer Matrixen zum Ausdruck: Bestrafung und Belohnung, Desensibilisierung und Reinforcement eines Verhaltens als Schritte, zwischen Gedanken und Tat jene Linie zu verfolgen, die durch den sozialen Code die soziale Anpassung garantiert. Tat - Wirklichkeit - Selbsthypnose.“ (V.E., Archiv)
1969