VALIE EXPORT Werke nach Kategorie

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Kubus EXPORT Der Transparente Raum

Glas - Skulptur, Installation - permante Installation

1999

STELEN

Glas - Stelen im öffentlichen Raum

5 Glasstelen, die in durchschnittlicher Kopfhöhe mit der Rückseite einer Maske als Hohlform von beiden Seiten bedruckt sind, so daß der Blick durch die Stehle hindurch zum Ort einer Begegnung werden kann - mit der korrespondierenden Leerstelle oder einem Gegenüber. In umgekehrter Form ist die Signatur der Maske, ihre Nummerierung,

als Blindenschrift aus der Fläche hervortretend nach Außen aufgearbeitet. Für eine Aufstellung im öffentlichen Raum während der Ausstellung „Masken - Versuch über die Schoa“ (25.07.1997-26.10.1997) des Jüdischen Museums in Wien konzipiert.
1997

kunst am bau: ahs laaerbergstrasse

Projekt: Glas - Lichtobjekt, Wettbewerbsbeitrag

1997

Passage des Erinnerns (Mahnmal und Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des Naziregimes in Österreich 1938 - 1945, Judenplatz Wien)

Installation / Wettbewerbsbeitrag

„Die „Passage des Erinnerns“ ist eine Passage, die durchschritten wird als Weg entlang von Ereignissen des Gedenkens. Sie erschließt sich dem Menschen nicht durch passive Betrachtung, sondern fordert seine aktive Auseinandersetzung.

Zwei Wände.

Zwei Wände, eine aus dunklem Stein, die andere aus opakem Glas, bilden, zueinander geneigt, eine Passage, deren räumliche Wirkung als körperlich-sinnlicher Eindruck des Mahnmals erfahrbar ist. (...)
Schrift und Ton (...) Beim Durchgehen der Passage werden - mittels Sensoren - Tonbandtexte aktiviert, die aus den vertikalen Ton-Fugen in der Steinwand hörbar werden. Die Texte sind sehr leise, so daß das Ohr nahe an die Fugen gebracht werden muß. (...) Inhalt der Texte: Gesänge, Texte, Musik jüdischer Geschichte, Ton- und Geräuschcollagen ... Im breiten, geöffneten Teil der Passage wird mittels eines im Stein integrierten Lasers Text auf die opake Glaswand projiziert. Die rote Schrift ist auf der Innenseite zu lesen, zeigt jedoch auf der Außenseite ein bewegtes spiegelverkehrtes Textbild. Durch die Projektionsart und die Größe der Projektionsfläche entstehen im Passageninneren leichte Verzerrungen anamorphischen Charakters, die den Texten eine dramaturgische Gestaltungsbedeutung verleihen. Alle geschriebenen Texte werden auch in Blindenschrift zu lesen sein.    

Aktion und Reaktion.

Schrift und Ton transportieren keine statische, sondern eine bewegte, fließende Botschaft, die sich für den einzelnen Menschen immer wieder neu aufbaut. Das Mahnmal reagiert aktiv auf den Menschen, wird erst von ihm durch Bewegung zum Sprechen - im wörtlichen Sinn - gebracht. (...) Beim Umgehen des Mahnmals sind zwei Zitate zu lesen: Auf der Außenseite der Steinwand die Frage: „Warum soviel Widerstand gegen das Erinnern?“ (Luce Irigaray), auf der Außenseite der Glaswand ein Satz von Franz Kafka: „das einzig reale ist der schmerz“.“ (Auszug aus dem Text von VALIE EXPORT, in: Katalog zum Wettbewerb)

 
1996

Nadel

1996/97

1996 1997

VIOLATION - SCHNITTE - Schnitte in die weibliche Sexualität und Psyche

Bild - Text - Sprache - Ton - Installation

„Einer der grausamsten Eingriffe in die weibliche Psyche und in den weiblichen Körper ist die noch immer praktizierte sexuelle und genitale verstümmelung von Mädchen und Frauen. In mehr als 25 Ländern Afrikas und Asiens ist die weibliche Beschneidung immer noch weit verbreitet. Auch in Europa werden diese Eingriffe trotz gesetzlicher Verbote noch praktiziert. Die weibliche Beschneidung wird als Geschlechtsverstümmelung bezeichnet, es handelt sich dabei um eine einschneidende Körperverletzung, die Teil der kontinuierlichen Gewalt gegen Frauen in vielen Kulturen und Gesellschaften auf der Grundlage des Biologismus ist. In dieser Gewaltanwendung geht es um die Beschneidung der weiblichne Sexualität, des Sexes und um die Deformation der Psyche, des Ichs. Identität, wie auch kulturelle Differenz wird im Zusammenspiel von Geschichte, Sprache, Erinnerung und Macht immer wieder neu verhandelt, verändert und erfunden. Differenz ist nicht neutral, und Identität ist eine wichtige Voraussetzung politischen Verhaltens. Der Körper ist das Hauptzeichen, das möglich macht, die Geschichte als Konstruktion zu erfahren und sichtbar zu machen.“ (V.E.Archiv)
1995

Schnitt im Raum

1995/1997

1. Version: SCHNITT IM RAUM:
Installation als Einschnitt in das Museum, als Öffnung und Verbindung von Außen und Innen für die Ausstellung im Museum Moderner Kunst/ Wien 1997 konzipiert.
2. Version: RIß IM RAUM
Die Installation wurde anschließend vom Architektur Zentrum Wien übernommen und in dessen Eingangsbereich im Museumsquartier /Wien angebracht.
1995

Der Schrei

Foto-Edition

Anagramatic Body

Text- Laserinstallation, Akustische Installation Wanne mit Altöl, Laserprojektion von Schrift auf schwarzes Öl in vier Becken, akustische Installation: Sprachkassette mit glossalischen Texten

Anagramatic Body Der Körper - ein Satz, zerbrochen in Fragmente, eine endlose Kette von Anagrammen, Abbilder einer Realität die nicht für alle dieselbe Wirklichkeit ist, Meprobamate - Sedabamate in angstvoller Obsession der körperlichen Erfahrung, die Unbestimmtheit, die Ambivalenz, die bloße Virtualität als phantasmatische Drohung Adapin - Elavil Der Mensch löst sich vom Körper und von den Bildern des Körpers, eine vertraute Thematik kehrt wieder.

Die Identifizierung des Selbst mit dem Körper, die Grenzen, die Ausdehnung des Ichs in den Raum und der gleichzeitige Ich-Verlust, das Bewußtsein der Leere und des Nichts. Die Schnitte in der Haut sind keine Verletzungen, ein hysterisches aufspalten. Amitril - Tranxene Worte zerkratzen die Ufer meines Mundes Desipramine Der Körper - ein Komplize des Realen, die Erfahrung des Körpers als Grenze.
1994

Der Riss im Wort

Variable Installation (Text, Raum)Textinstallation unter Verwendung eines Anagramms von Unica Zürn, „Ich weiß nicht, wie man die Liebe macht“ (1959); 24 Folien mit Unica Zürn-Textfragmenten im Siebdruckverfahren bedruckt

„Ich weiss nicht, wie man die Liebe macht.

Wie ich weiss, `macht´ man die Liebe nicht.
Sie weint bei einem Wachslicht im Dach.
Ach, sie wächst im Lichten, im Winde bei
Nacht. Sie wacht im weichen Bilde, im Eis
des Niemals, im Bitten. Wache, wie ich. Ich
weiss, wie ich macht man die Liebe nicht.
(Ermenonville, 1959)
1994

Das Unsagbare Sagen

Dokumentation über ungewöhnliche Sprachverwendungen mit Ingrid und Oswald Wiener

Electron

Wärme - Installation

1992

Räume

Digitale Fotografie, Foto - Mappe, Foto - Edition

1991

Orthogonale Raumvektoren

Skulptur, Installation, Foto - Objekt, Digitale Fotografie

1990

Windshields

„Bei der Installation Windshields dient die transparente, gläserne Windschutzscheibe als Leinwand. Das immaterielle Bild auf der bewegten Windschutzscheibe materialisiert sich in einem Bild, das dem eines Filmstreifens ähnelt. Die Windschutzscheibe wird zum Kader, zum Bildträger. Ähnlich wie der Betrachter eines Filmes die Abfolge der bewegten Bilder wahrnimmt, nimmt auch der Autofahrer die vorbeiziehenden Bilder wahr, das Autor wird zur Kamera, die Windschutzscheibe wird zur immateriellen Bildleinwand, die Abfolge der bewegten Bilder wird zum Film.

Die visuelle Wahrnehmung des Betrachters erfolgt in der Abfolge der Zeitmomente und in derr Zerlegung des Raumes. Die Inszenierung des in Fragmente zerlegten Selbst.Bildnisses der Installation Windshields, übertragen auf transparente einzelne Leinwände, entspricht dem Prinzip der Filmmontage, aber auch der zer>>splitter<<ten Wahrnehmung der Wirklichkeit.“
(V.E. in: Kat. zur Ausst. Außerhalb von Mittendrin, Berlin 1991, S. 60)
1990

Empty Windshields

7teiliges Objekt

1990

Aura - walking feets

Video - Film - Installation, 1990/1997

Installationsangaben:
Ein Projektor wirft einen Film gehender Füße auf 6 Windschutzscheiben in Folge, die auf dem Boden stehen.
1. Version (Split Reality 1997, MMK Wien): mit Super 8 mm Film-Projektion.
2. Version (2000, Paley Gallery Philadelphia): mit Video Projektion. Abbildungen:
1) VALIE EXPORRT. Split Reality, MMK Wien
2) VALIE EXPORT. Zeit und Gegenzeit, Museion, Bozen
1990

Spieglerisches Echo

Altöl, Spiegel, 2 Holzstühle

1990

ATOPON - Nicht-Ort

Installation, Foto - Objekt

1990

Concrete Computer DisPlay

Raum-Text-Installation, Videoinstallation, Wandinstallation, 1988/1990

„Die Wandinstallation „Concrete Computer DisPlay“ ist als eine „Computer-Skizze“ (mediale Skizze) für eine große, computer gesteuerte interaktive Raum-Text-Installation gedacht. Der „Sprach-Text-Raum“ umfasst alle Flächen eines Raumes, ist begehbar, und besteht aus verschieden großen Monitoren, die wie die Zeichnung eines Kreuzworträtsels angeordnet sind. Für jeden Buchstaben der Wörter / Texte wird ein Monitor benützt. Der Partizipient kann mit Hilfe verschiedener Computerprogramme u.a. auch Kreuzworträtsel herstellen, lösen. Es werden aber auch Programme zugängig sein, die nach Eingabe eines Wortes durch den Partizipienten alle möglichen Ver-Formungen, Verwandschaften des Wortes als neue Wörter, Texte auf die Monitore bringen - Permutation, Variante, Kombination - aber auch phonetisch verwandte Wörter / Texte aus anderen Sprachen, Wortspiele in verschiedenen Sprachen. Ebenfalls werden Programme arbeiten, die Ähnlichkeiten und Unterschiede des / der eingegebenen Wortes / Wörter analysieren und daraus Anagramme herstellen (Mediale Anagramme).

Die Programme reagieren aber auch auf die menschliche Stimme, aus der sie ebenfalls Eigen-Sinn und Verwandtschaft visuell zusammenstellen, und - die Monitor-Wände können auch sprechen. Es werden somit Text/Wort-Räume geschaffen, die den aktiven Besucher umgeben und einen interaktiven Umgang mit den Texten und der Technik schaffen: der Computer reagiert durch Analyse und Programm auf die Eingaben des Partizipienten, der Partizipient reagiert aber auch wieder auf das sichtbare Resultat der Programme, so entsteht eine fortwährende Interaktion und Inter - Kommunikation zwischen Mensch und Maschine und Maschine und Mensch auf der Ebene des Wortes, des Textes, der Sprache. Eine Mensch - Maschinen - Sprache, ein Text - Körper, entsteht. Das Ziel dieses Projektes wäre ein 5-stöckiges Haus mit -zig gefüllten Sprach-Computerräumen, in denen unablässig in unbestimmter Folge Texte produziert werden, Sinn-volle und Sinn-neue.“ (V.E., in: Im Licht des Monitors 1990)
1988